
6 Glasbildungsfähigkeit und Kristallisationsverhalten spezieller Zr-Ti-Cu-Ni-Al-Legierungen 53
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Ein ähnliches Ergebnis zeigt ebenfalls Legierung Ti1 für Scheibe 5, auch hier reichte
die Abkühlrate nicht mehr für eine vollständige Amorphisierung. Vollständig amorphe
Proben im gemessenen Bereich von Scheibe 1 bis 5 konnten für die höheren Ti-Gehalte
von 2 bis 7,5 at.% erreicht werden. Deshalb wurden alle weiteren Untersuchungen, de-
ren Vergleichbarkeit der Ergebnisse nur bei einheitlicher Basis, dem Zustand der voll-
ständig amorphen Ausgangsstruktur, gewährleistet werden können, auf die Legierungs-
gruppe Ti2 bis Ti7,5 beschränkt. Die beiden Legierungen Ti0 und Ti1, deren Ausgangs-
zustand bereits einen höheren Volumenanteil kristalliner Phase enthält, werden
nachfolgend entsprechend gesondert behandelt.
6.2 Thermische Stabilität und Kristallisationsverhalten
Die Charakterisierung des thermischen Verhaltens der Legierungen, insbesondere die
Bestimmung der Glasübergangstemperatur T
g
, der Kristallisationstemperatur(en) T
x
und
damit des Bereichs der unterkühlten Schmelze
∆
T
x
= T
x
−
T
g
, erfolgte kalorimetrisch
mittels DSC. Der Bereich der unterkühlten Schmelze
∆
T
x
ist ein Maß für die thermische
Stabilität einer Legierung gegenüber Kristallisation.
Thermische Stabilität:
650 700 750 800
T
x1
T
x1
T
g
T
g
Ti0
Ti1
Ti7,5
Ti5
Ti4
Ti3
Ti2
T
x1
T
x1
T
x1
T
x1
T
x1
T
g
T
g
T
g
T
g
T
g
Exothermer Wärmefluss [w.E.]
Temperatur [K]
Bild 6.3: DSC-Kurven der Legierungen Ti0 bis Ti7,5 der Zusammensetzung
Zr
62-x
Ti
x
Cu
20
Ni
8
Al
10
mit x = 0; 1; 2; 3; 4; 5 und 7,5. Gekennzeichnet sind die Umwand-
lungstemperaturen
T
g
und
T
x1
.
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